Nach Jahren der Stille auf der Website muss ich mich selber mal wieder melden. Es gab soviel in der Brauerei, in meiner Familie (ja Nachwuchs hält auf Trab) und im Leben allgemein zu tun, dass meine sowieso nicht vorhandene Kommunikationsstärke auf Sparflamme lief.

Da ich jetzt aber gerade in Elternzeit bin und etwas regeneriere, bekommt es mir ganz gut, mehr vom BrewBaker kund zu tun. (Braumeister Micha, Stand 19.09.2016)

Häufig gestellte Fragen und ihre Antworten (HGFUIA)

„Ist BrewBaker noch eine amerikanische Brauerei, die jetzt hier auch auf dem hippen Berliner Markt sich mit Geld ausbreitet?“ und „Warum habt ihr denn keenen deutschen Namen verwendet?“

Beide Fragen häufig gestellt, fasse ich hier mal zusammen.

BrewBaker heißt die Brauerei, weil ich damals (2004) mit einem Bäckerkollegen unsere beiden Handwerke in einer offenen Handwerksbrauerei/-bäckerei zeigen wollten. Dann muss man dem Kind ja auch einen Namen geben und alle nicht anglizistischen Varianten, die mir einfielen und einigermaßen griffig waren, waren markenrechtlich (ja mit sowas muss man sich befassen!) geschützt. Und dann fiel mir halt BrewBaker ein (Nein, kein Robert Redford Film (2005- 2009 HGF)) und das war markenrechtlich noch sehr unvorbelastet.

Von Anfang an war die Brauerei in Berlin (genau wie ich) ansässig und war und ist auch nicht gerade mit üppig Kapital ausgestattet (genau wie meine Stadt, so auch die Brauerei!), aber so was von unabhängig, wie man nur sein kann. Ich habe zwar von Anfang an das gemacht, was heute unter Craft Bier läuft, aber eine amerikanische oder sonstige Brauerei steckt nicht dahinter.

 

„Macht ihr jetzt auch IPA/Craft Bier“?

Ja und zwar schon recht lange und ohne groß darüber zu reden.

 

Marketing/Social Media

Nachdem ich jahrelang aus der Not heraus das selbsternannte schlechteste Marketing der Welt betrieben habe (und oft auch immer noch tue), unterstützt mich meine Frau in der Außendarstellung und Kommunikation doch beträchtlich.

Aber Marketing heißt für mich nach wie vor nicht, dass ich mir irgendwelche tollen Geschichten ausdenke oder irgendein Image zusammenreime, sondern nur das erzähle, lebe und über meine Biere erzähle was ich mir dabei gedacht und erlebt habe. Man wird durch meine Biere nicht weltgewandter oder cooler oder was weiss ich denn. Es sind einfach meine Biere, meine Ideen  und mein langweiliges Image. Das gefällt euch oder eben nicht.

 

„Da wird ja auch nur auf dem Berlin Hype rumgeritten. Wird doch bestimmt in irgendeiner Industriebrauerei in sonstwo gebraut, oder?“

NEIN.

Ich habe immer in der Öffentlichkeit gebraut (an allen bis jetzt drei Standorten), bin gnadenlos offen und man kann uns immer auf die Finger schauen. Deswegen ist das Bier von mir auch ein rares Gut, weil ich so stur bin und es mir nicht einfach mache und einfach irgendwo in großen Mengen mir mein Bier brauen lasse. Bei mir ist drin was draufsteht. Wer´s nicht glaubt, soll in die Brauerei kommen.

 

„Die Berliner Weisse muss man doch mit Sirup trinken, oder?“

Wenn es dir besser schmeckt… Ein jeder nach seiner Facon, aber ich empfehle meine Weisse einfach pur zu probieren. Wer etwas reinmischen muss, bitte nur hochwertige Zutaten, wie z.B. Holunderblütensirup. Ein azogrün gefärbtes Pseudowaldmeister Gedöns hat darin nichts zu suchen!

Und um es mal deutlich zu sagen: In ein anständiges Getränk gehört kein Strohhalm. Hat man früher auch nicht gemacht.

 

„Was ist dein Lieblingsbier?“

Gibt es nicht. Ich brauche die Abwechslung, deswegen biete ich über das Jahr um die 20 Sorten an. Früher waren es um die 40, aber da habe ich auch nur eine ganzjährig angeboten. Jetzt sind es neun ganzjährige Sorten. Insgesamt waren es nach letzter Schätzung ca. 140 verschiedene Biere in den letzten 11 Jahren. Aber ich komme immer wieder gerne auf mein Bellevue Pils, Berlin IPA, Berliner Weisse, Berliner Hell, Berliner Art, Berliner Nacht, Ginger Beer, …… zurück.

 

„Wo kann man deine Biere kaufen?“

In der Brauerei und in den Läden, die auf der Website genannt werden (siehe Wo trinken? & Wo kaufen?)

 

„Willst du die Brauerei an einen Konzern verkaufen?“

Nein, kein Interesse. Wenn es mir nur ums Geld gehen würde, hätte ich es mir viel einfacher machen können (s. Berlin Hype).

 

„Machst du wieder eine Gaststätte/Restaurant/Ausschank auf?“

Ich suche halbherzig danach, denn die ersten 6 Jahre waren zwar lustig und lehrreich, aber auch kraftraubend. Und momentan habe ich noch keine Lokalität gefunden, wo ich sofort wieder angefixt wurde.